Der eiskalte arabische Frühling: Amerikanischer Botschafter in Libyen von Freiheitskämpfern ermordet

September 13, 2012

Heute wurde das amerikanische Konsulat in Libyen gestürmt. Bei dieser Aktion wurde auch der Botschafter Chris Stevens von den „Freiheitskämpfern“ ermordet.
Die besten Geschichten schreibt eben das Leben. Gestern (im arabischen Frühling) noch (Waffen)Brüder und heute Todfeinde.
Animiert durch einen angeblich islamfeindlichen Film rasten die freundlichen Revolutionäre aus und lynchen den Vertreter ihres besten Freundes, der die Revolution maßgeblich ermöglichte. Das nennt man wohl Ironie.

Die USA sind aber auch alles andere als lernfähig. Immer wieder in der Geschichte war es fester Bestandteil der amerikanischen Außenpolitik, revolutionelle Kräfte im Feindesland zu unterstützen.
Auf die Dauer bekam man auf diese Weise vergleichsweise kostengünstig zum Sieg.
Dieser Sieg jedoch war immer sehr fragil, denn die ehemalige Opposition war jetzt zur Regierung geworden und forderte Autonomie. Geschichte wiederholt sich, in Afghanistan genauso wie in Libyen.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht …

Stefan Hensch

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