Totes Fleisch : Joschka Fischer

August 19, 2012

In der heutigen Ausgabe der „Bild am Sonntag“ gab sich Joschka Fischer eine fragwürdige Ehre und dem Blatt ein Interview.
In dem Interview ging es um die Eorokrise, den Nahen Osten und Fischers Wirken in der Vergangenheit.
Der Focus liegt aber ganz klar auf „Vergangenheit“.
Joschka Fischer war einmal der Steinewerfer, „Turnschuh Minister“ … Heute ist er nur noch Totes Fleisch.

Antelle konkreter Standpunkte gibt der jetzige „Harvard-Ehren-Professor“ nur Plattheiten und ideologischen Brei von sich.
Wer in der Eurokrise lösungsorientiert handeln wolle, dürfe nicht national handeln, sondern müsse „europäisch“ handeln (siehe dazu auch die letzten beiden Merkel Ansprachen an das deutsche Volk, dort wird exakt das Gleiche gefordert).
Fischer unterlässt dabei auch nicht ewig gestrige Verweise auf die besondere Verpflichtung „Deutschlands“ aufgrund seiner dunklen Vergangenheit.

Muss man sich diese Anspielungen auch als Deutscher (von einem deutschen Politiker) auch noch im Jahr 2012 gefallen lassen? Ich sage: nein, nein, nein!

Sorry, Fischer aber ich will nicht für die Fehler längst Verstorbener zur Kasse gebeten werden!

Selbstverständlich tritt der Ex-Politiker auch für eine Schuldenunion in Europa ein. Klar – denn so kann man ganz praktisch und völlig ungeniert auch den letzten Cent aus Deutschland herauspressen.

Fischer gehört für mich zum „Toten Fleisch“ und reiht sich in eine Riege von Politikern ein, die sich durch eine völlige Realitätsfredheit und antideutsche Politik verdient gemacht hat.

Besonders spannend wird es, als Fischer auf das Thema „Volksbefragung“ angesprochen wird. Seiner Meinung nach brauche man das erst in 10 Jahren – wenn die Verantwortungslosen in Berlin und Brüssel die Schuldenunion bereits realisiert haben.

Und schon überhaupt – die repräsentative Demokratie sei ja geprägt durch Wahlen, Mehrheitsentscheidungen usw. da sei der Bürger ja bereits ausreichend beteiligt.

Das ist lächerlich und einfach falsch. Oder hat man Sie um ihren Willen zum Beitritt in die EU befragt? Gab es zu diesem Thema ernsthafte parlamentarische Opposition? Wie war das noch beim Euro?

Nein, der Deutsche darf und kann nur den Henker auswählen, der ihn an die Schlachtbank führt. Natürlich darf jeder eine Partei gründen – was in Zeiten in denen der Medienetat über Wahlen entscheidet nur noch von völlig begrenzten Bürgern abgenickt wird.

Das ändert aber nichts daran, daß die Deutschen wieder zur Ader gelassen wird – von ihren eigenen Politikern.

Stefan Hensch

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