Die Kuschelbande und der Heilige Gral -16-

November 14, 2010

Luigi MacDermot, der irische Kobold mit italienischen Vorfahren, hat sein Spiel mit harten Bandagen fortgesetzt. Bevor die Kinder sich überlegen können, wie sie mit dem Leprechaun umgehen wollen, nimmt MacDermot die Kuschelbande gefangen und lässt sie verschleppen. WIr werden die Kinder aus dieser Situation wieder herauskommen?

Anders als Mausbär empfand Rocky die Lage als deutlich unbequemer. Das Höhlenäffchen hörte bereits die tiefen, ruhigen Atemzüge von Mausbär neben sich. Der Bär schlief bereits.
Rocky bewegte seine Handgelenke. Die Kobolde hatten ganze Arbeit geleistet. Die Fesseln um seine Hände waren sehr fest und sauber verknotet. Mit seinen Händen würde Rocky sich nicht helfen können.
So sauber und akurat die Leprechauns gearbeitet hatten -so wenig Grundkenntnisse über die Höhlenäffchenanatomie besaßen sie.
Die gelenkigen und geschickten Füße des Höhlenäffchens waren nicht gefesselt. Rocky musste nur noch herausfinden, wo sich die anderen Kinder befanden.
Die Kobolde hatten die Kinder scheinbar in einen Keller gebracht. Es war kalt und roch sogar muffig durch den Sack hindurch, den Rocky über den Kopf gezogen bekommen hatte.
Flink sprang Rocky auf die Füße. Diesen Move hatte er von Chuck Norris abgesehen, seinem zweitliebsten Actionhelden. Nummer 1 war ein anderes Thema.
Im dunklen, muffigen Keller kam jetzt Rockys Schwänzchen zum Einsatz. Während sich das Höhlenäffchen blind durch den Keller bewegte, tastete sein Schweif durch die Luft.
Dann endlich streifte der Schwanz etwas Weiches.
„Hi hi hi“, lachte Happy. Rocky hatte wohl die empfindsamen Füßchen des Hypnotic Rabbit gestriffen.
„Pssst, Happy. Nisss bewegen tun! Isss entfessele disss!“, flüsterte Rocky.
Happy kam keinen Ton mehr von sich und blieb ruhig liegen.
Rocky legte sich auf den Rücken und robbte blindlings auf Happy zu, die Füßchen tastend ausgestreckt. Dann hatte das Höhlenäffchen sein Ziel erreicht. Seine Zehen ertasteten den Strick um Happys Vorderläufe.
Erst tastete Rocky gewissenhaft über die ebenfalls straffgezogenen Stricke. Dann endlich stieß er auf den Knoten.
Ein zufriedenes Lächeln breitete sich auf dem Gesicht des Höhlenäffchens aus. Der Knoten war nicht halb so widerspenstig, wie der straffgezogene Strick es erwarten lassen konnten.
Rocky bekam mit dem einen Füßchen das eine Ende zu packen und mit dem Anderen packte er das zweite Ende.
In Windeseile hatte Rocky den Hypnotic Rabbit befreit. Nachdem Happys Pfötchen frei waren, befreite sie zuerst sich selbst vom Sack auf ihrem Köpfchen und dann tat sie bei Rocky das Gleiche. Blitzschnell war die Kuschelbande wieder frei. Nur bei Mausbär dauerte es etwas länger, weil er sich bereits in einer Tiefschlafphase befand.
Die Kobolde hatten die Kinder tatsächlich in einen Keller gebracht. Von der Decke hing eine nackte Glühbirne an einem Kabel herab und warf ihr milchiges Licht auf unverputzte, rissige Wände.
Eine schiefe Treppe führte aus dem Kellerverlies zu einer massiv aussehenden Tür unter der Licht hindurchfiel.
Teresa legte den Kopf schräg und schaute zum hinteren Teil des Kellers. Anders als der Teil, in dem die Kinder gefesselt worden waren, herrschte in diesem Teil fast überall Dunkelheit.
Teresas lichtempfindliche Augen gestatteten ihr aber dennoch einen Blick in den verdunkelten Teil des Kellers.
Im Dunkel hing ein Bild an der Wand. Neugierig tappste Teresa ein paar Schritte näher an das Bild heran. Das Kätzchen hatte das Bild schoneinmal gesehen. Wo war das nur gewesen? Und warum hing das Bild hier unten im Dunkel?

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