Die Kuschelbande und der Heilige Gral -15-

November 12, 2010

Kurz bevor Gwynn ap Nudd plötzlich verschwand, überreichte er Rocky einen mysteriösen Schlüssel. Auf welches Schloss paßte dieser Schlüssel? Wie kann die Kuschelbande aus dem unterirdischen Reich von Gwynn ap Nudd entkommen?

Nach kurzer Zeit kam die Gruppe wieder am Ende des Brunnenschachts an. Immer noch erhellten die Wurzeln die Dunkelheit mit ihrem grünen Licht.
Zweifelnd blickte Rocky am Brunnenschacht hoch. Der Schacht schien fast unendlich in die Höhe zu führen. Wie sollten sie da nur hinaufkommen?
„Alssso isss`käm da ja hoch – aber iaahr woll nisss.“, sagte Rocky.
Mausbär rümpfte die Nase. „Blah bla blah … weil wir keine Höhlenäffchen sind.“
Rocky wollte gerade zu einer passenden Antwort ansetzen, da nahm er aus den Augenwinkeln wahr, daß Happy bereits einige Zentimeter über dem Boden schwebte.
„Was zum …“, entfuhr es Rocky.
Happy kicherte. „Ihr müssst hoppeln!“
Die Anderen beobachteten mit großen Augen wie Happy sich weiter vom Brunnenboden in die Höhe entfernte.
Mausbär verstand es als Erster. Mit einem seiner klassischen Dance Dance Revolution Moves sprang er in die Höhe. Rocky erwartete zuerst, daß Mausbär wieder auf dem Brunnenboden landen würde. Zuerst sah es auch ganz danach aus, denn als Mausbärs Sprung seinen Gipfelpunkt erreicht hatte, wurde sein Rücksturz behutsam aber stetig verlangsamt, bis er schließlich ganz gestoppt wurde und der kleine Bär Zentimeter für Zentimer in die Höhe schwebte.
Rocky und Teresa folgten dem Beispiel und wurden ebenfalls, wie von Zauberhand, in die Höhe gehoben.
Mausbär versuchte im Schweben seine Körperhaltung so zu verändern, so daß er zu Happy aufschließen und den Hypnotic Rabbit vielleicht sogar überholen konnte.
Nach einigen Versuchen hatte Mausbär den Bogen raus. Der kleine Bär machte sich steif wie ein Brett und presste Arme und Beine fest an den Körper.
Das reichte aus, um dem Steigflug des Bären erheblich zu beschleunigen. Mausbär überholte Happy mit großem Geschwindigkeitsüberschuß.
„Och menno, Mausssbär!“, motzte Happy, die doch immer so gerne Erste sein wollte.
Mausbär kam als Erster am verwitterten Brunnen an und zog sich, fast schon athletisch, über die Reste der Brunnenmauer.
Plötzlich wurde die dunkle Nacht von starken Scheinwerfern erhellt. Mausbär wurde von den Scheinwerfern geblendet und hielt sich schützend die Tatze vor die Augen.
Dann kamen die andern Kinder nacheinander aus dem Schacht und wurden genauso geblendet.
„Kommt gar nicht erst auf Fluchtgedanken! Her mit den Schuhen!“, gellte eine Stimme über Lautsprecher verstärkt auf. Es war die Stimme von Luigi MacDermot, dem Leprechaun.
Rocky fluchte. Er hatte da wohl noch einen Fehler gemacht. Er hatte den Leprechaun unterschätzt.
Keines der Kinder reagierte. Die Lautsprecherdurchsage wiederholte sich erneut.
„Wir hammm die Sssuhe nisss, MacDermot!“, rief Rocky in den grellen Schein hinein.
Sekunden vergingen, nichts geschah. Mausbär lauschte angestrengt in die Nacht. Er konnte nichts hören.
Dann plötzlich brach das Chaos los. Befehle in einer für Mausbär unbekannten Sprache wurden gebrüllt und das Getrappel zahlloser Füße war zu hören.
Mausbär versuchte etwas in der brutalen Helligkeit zu erkennen, aber das Licht der Scheinwerfer war einfach zu grell.
Etwas sprang Mausbär gegen den Rücken und zwang ihn zu einer unsanften Bauchlandung. Überrascht versuchte Mausbär wieder auf die Beine zu kommen, doch flinke Hände fesselten seine Beine und es blieb beim Aufstehversuch.
Als viele kleine Hände Mausbär eine Kapuze über den Kopf zogen, stellte Mausbär seine Abwehrversuche ein und fügte sich seinem Schicksal.
„Los, bringt unsere Freunde in den Keller! Wollen wir mal sehen, ob sie eine Nacht dort unten umstimmt und sie uns die Schuhe freiwillig geben!“
Dann wurde Mausbär angehoben und in eine ihm unbekannte Richtung getragen. Das gefiel Mausbär sehr gut. Bewegt werden war immer besser, als sich selbst bewegen zu müssen. Wenn die Rahmenbedingungen doch nur besser wären …

Wird fortgesetzt

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