Ulrich Goll und die verwöhnten S21 Gegner

Oktober 5, 2010

Die Menschen sind in zunehmender Zahl sehr unduldsam und wohlstandsverwöhnt.“ Uwe Goll (in: FTD)
„…Sie dächten nicht an zukünftige Generationen, sondern nur daran, „dass einem nichts passiert, was einem selbst lästig ist“, ergänzte er….“ (in: focus.de)
Außerdem habe man sich zu weit von den „Werten des Wirtschaftswunders“ entfernt. (in: tagesschau.de)

„Teresa, wer isss`der Typ da? Diesa Goll?“, fragt Rocky von seinem Ministrandkörbchen aus und blickt auf den Fernseher, wo gerade ein Bericht über den himmlischen Bahnhof in Stuttgart läuft.
Teresa schnurrt vor sich hin und bearbeitet flink die Tastatur ihres Notebooks.
„Uwe Goll ist 60 Jahre alt, FDP Mitglied, Justizminister und Integrationsbeauftragter von Badem Würtemberg, früherer Professor.“, sagt Teresa während sie ihren Blick auf das Display des Notebooks gerichtet hält.
Rocky verzieht das Gesicht zu einer angewiderten Grimasse. „Professssor….“, zischt das Höhlenäffchen.
Teresa surft weiter im Internet und nimmt Daten schnurrend in sich auf, lächelt dabei wie eine Sphinx.
„Ein Held der Arbeit isss dass abba auch niss, sondan en oller Akademika. Und da faselt der was von Werten des Wirtsaftswundas?“, fragt Rocky empört.
Teresa nickt. „Über das Wirtschaftswunder haben wir ja auch schonmal berichtet. Also so richtig Trümmerfrauen-Nimbus umgibt Ulrich Goll jedenfalls nicht. Seine Eltern hatten einen „Obstbaubetrieb“ (Quelle: Wikipedia). Altes Geld.“
Kichernd schält sich Rocky eine Babybanana. „Also bei unsss Höhlenäffschens tut es eine einfache Regel geben. Jedessss Jungessss muss seinen Weg alleine gehen. Erss`ab der ersten Million gibtssss Hilfe von der Sssippe.“
Jetzt kichert auch Teresa. Sie hat etwas im Internet gefunden. „Wir sollten es uns aber nicht mit Herrn Goll verscherzen!“
„Pfff…. Anwälte hab`isss selba genug.“, sagt Rocky.
„Nein, wir könnten mit ihm selber Ärger bekommen. Er trägt immer eine Waffe, selbstverständlich zum Selbstschutz, bei sich (Quelle: Wikipedia).“
„Was isn dasss für einer? En mösstegern Cowboy mit pssseudo Ssselfmademan Image?“, gluckst Rocky.
In diesem Moment kommt Mausbär ins Wohnzimmer. Besser: Er danced ganz lebemannstylig herein.
„Na Leute! Was geht ab?“, fragt Mausbär, nach 14 Stunden extrem Chilling extrem ausgeruht und ebenso extrem gut drauf.
Teresa strahlt Mausbär an. „Wir unterhalten uns über Ulrich Goll, den neuen, selbsternannten Godfather of selfmade Money.“
Mausbär stutzt. „Den kenn`ich. Der hat doch sowas gesagt, von wegen das die Menschen verwöhnt und unduldsam sind, ne?“
Unduldsam„, wiederholt Teresa mit einem seltsamen Unterton.
„Aber der war das doch, ne?“, will sich Mausbär vergewissern.
„Risstig, M. Dabei muss man siss ernsssthaft mal fragen, wasss genau der Goll eigentliss will. Iss mein, isss bin ja vollblut Kapitalisssst. Aber der Kapitalisssmus benötigt Mennssen mit Format. Keine duldsssamen Untertanen, sondern Macha. Iss glaube – der sssehnt ssiss nisst ins Wirtsaftssswunda surück, sondern in die Sklaverei. Sssklaven sssind duldsssam.“
„Yeah Baby!“, schreit Mausbär und springt auf seinen Stuhl. „Verwöhnt und unduldsam, daß sind echte Lebemänner!“ Der kleine Bär macht eine kurze Pause und brüllt dann: „Herr Oooooooober! Ein Glas Honig, bitte!!!“

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