Star Trek wird 45 Jahre alt(!!!)

September 9, 2010

Heute melde ich mich als Autor zum Thema „Star Trek“, demnächst meldet sich die Kuschelbande dazu (ich kann die Kinder schon jetzt kaum noch zurückhalten) . Stay tuned!

Star Trek (hierzulande den Meisten besser als „Raumschiff Enterprise“) bekannt, wird 2011 45 Jahre alt! Dieses Phänomen ist ein paar Gedanken wert.

Star Trek ist für mich zuerst mal Kindheit. Wenn ich mich richtig erinnere, liefen die Abenteuer der ersten Enterprise Besatzung damals auf dem ZDF.
Später konnte ich die Abenteuer der „Ur“ Enterprise Besatzung dann auf Sat 1 verfolgen. Heute wird die Serie dann vornehmlich im Nachtprogramm von Kabel 1 … nunja, „feilgeboten„.
Es folgten dann die Serien „The next Generation“ (Käpt`n Picard), „Deep Space Nine“ (Commander Sisko), Raumschiff Voyager (Käpt`n Janeway) und die Prequelserie „Enterprise“ (Käpt`n Archer).
Ebenso gibt es eine Reihe erfolgreicher Kinofilme, ein nahezu gigantisches Literaturuniversum mit Zusatzabenteuren, einer Zeichentrickserie, Comics usw. usw. usw.

Star Trek kann man im Grunde als „Pepetuum Mobile“ der Kreativität ansehen. Gene Roddenberry begründete das Star Trek Universum in den 1960iger Jahren und dieses begann sich (in einem fast schon evolutionären Prozeß) weiterzuentwickeln und an die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit anzupassen.
Doch das Pepetuum Mobile begann zu straucheln.
2002 erschien der 10. Star Trek Kinofilm und leutete den „Niedergang“ des Star Trek Kosmos ein. Über die Gründe kann ich nur mutmaßen.
„Nemesis“ war definitiv kein schlechter Star Trek Film, aber man machte „taktische“, bzw. marketingstrategische Fehler an einer anderen Front: Der Serien Front.
Ich bin begeistert mit dem draufgängerischen Kirk durch das All geflogen, habe mit Picard über die „oberste Direktive“ disputiert, mit Sisko zwischen allen Stühlen gesessen, mit Janeway den langen Weg heim angetreten und mit Käpt`Archer … hatte ich nicht viel am Hut.
Warum, weiß ich nicht. An Scott Bakula hat es definitiv nicht gelegen, dafür vernüpfe ich viel zu viele Kindheitserinnerungen an ihn (Zurück in die Vergangenheit). „Enterprise“ (also die neuese Serie, die zeitlich VOR Kirk`s Mannen spielte) hat für mich nicht funktioniert, war irgendwie nicht mehr „richtig“ Star Trek.
Wie mir ging es vielen anderen Zuschauern und die Serie wurde von Sat 1 kurzerhand gekippt (ebenso geschehen auch in den USA).

Damit kam auch der Merchandise Sektor zum Stocken und es gab keine „aktuelle“ Star Trek Serie mehr.

Es vergingen 7 lange Jahre, dann kam 2009 „Star Trek“ in die Kinos. Mit jungen Darstellern als junger Kirk, junger Spock, junger McCoy.
Als ich die ersten Trailer sah, war ich skeptisch. Sehr skeptisch. Ich dachte: Nein. Das ist NICHT Kirk.

Aber, verdammt nochmal, ich HÄNGE an meiner Kindheit und ihren Helden und ging in den Film. Nachdem direkt zu Anfang ein „Metallica“ Song erklang, ging so richtig die Post ab.
Star Trek ist im JETZT angekommen. Mit moderner Technik und moderner Erzählweise hat man es geschafft, dem Pepetuum Mobile wieder Lebensenergie einzuhauchen.

Wie hat man das gemacht?

Nun, zum Einen durch eine wirklich eigenständige Interpretation der alten Helden. Durch Tricktechnik, die das macht, was sie machen soll: sie untermalt die Handlung und ist kein Selbstzweck. Ebenso stimmt das Cast.
Als Film war Star Trek 2009 DIE Überraschung schlechthin für mich.

Als Schreibender war Star Trek jedoch noch etwas Anderes: eine echte Revolution des Geschichtenerzählens.

Ich werde jetzt keine Details verraten, da viele Menschen de Film (trotz seines Erfolges) doch noch nicht gesehen haben.
Anstelle dessen bleibe ich wage: Durch einen cleveren Schachzug der Autoren wurde eine PARALLELE Star Trek Welt erschaffen. Alles, was bisher im Roddenberryschen Kosmos passiert ist, kann NEBEN dem neuen Meilenstein des Star Trek Universums bestehen bleiben.
Gleichzeitig haben die Autoren der Serie jetzt die Möglichkeit eines totalen Neuanfangs. Nichts muss so bleiben, wie wir es kennengelernt haben – aber alles kann so bleiben.

Star Trek lebt also auch mit 45 Jahren auf dem Buckel weiter und ist vielleicht jünger als je zuvor. Mich persönlich freut das sehr, denn ich bin auf die neuen Abenteur des neuen Raumschiff Enterprise gespannt. Auch eine neue Serie ist durchaus möglich und verspricht spannende, alternative Abenteuer!

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