Der Mann hinter dem Burger King-Deal

September 4, 2010

Burger King ist verkauft worden. Damit mussten sich diese Woche alle Freunde der schnellen Küche auseinandersetzen.

In den Medienberichten war nur von einer ominösen Investment Firma namens „3G Capital“ die Rede. Was aber steckt hinter „3G Capital„?

Immer wieder war zu hören, daß der Clinton Clan irgendwie mit 3 G verbandelt sein soll. Angeblich soll einer der Schwiegersöhne dort arbeiten.

Dennoch blieb alles sehr ominös. Müssen Gourmets jetzt um ihren „Whopper“ bangen?

Ich freue mich, zu diesem Thema ein EXKLUSIV Interview mit DEM Mann hinter dem Deal präsentieren zu können.

Den Lesern dieses Blogs ist die Person bereits bekannt. Es handelt sich um Rocky, das Höhlenäffchen.

Rocky hat sich ein „Büro“ eingerichtet. Er muss es sich aus dem Internet bestellt haben.

Das Büro besteht aus einer Art Spanplattenkiste, die wie von Geisterhand, auf dem Schrank neben dem Fernseher erschienen ist. Die Kiste hat keinen Deckel und die Vorderseite ist ebenfalls offen.

In der Kiste hat jemand mit sehr viel Liebe einen edel wirkenden Teppich ausgelegt. Er ist blau. Kobaldblau, sagt Rocky.

Die Wände der Kiste sind tatsächlich mit Leder bespannt. Es handelt sich dabei nicht um IRGENDEIN Leder, sondern um wirklich hochwertiges Leder, auf das so mancher Fetichist neidisch wäre.

In der Mitte der Kiste ist ein winziger Schreibtisch aus Edelholz aufgestellt. Der kleine Tisch wirkt selbst in dieser Größe respekteinflößend. Zahlreiche Schnitzereien verzieren das Möbelstück. Wo hat Rocky nur diesen Tisch her?

Hinter dem Tisch steht ein Stuhl, der nur mit einem Substantiv zu beschreiben ist: Chefsessel.

Die drei Wände der Kiste sind mit überaus echt wirkenden, winzigen Versionen von Picasso Gemälden geschmückt. An einigen Stellen sind Rechtecke ausgeschnitten und kleinste Fensterchen eingebaut, die die Skyline einer Stadt zeigen.

Ebenso hat der Konstrukteur der Kiste zwei funktionierende Türen eingebaut.

Rocky sitzt auf dem Chefsessel und trägt einen (scheinbar maßgenschneiderten) Anzug. Ich erkenne den Stil. Eng geschnitten, schwarz. Darunter ein graues Hemd und eine rote Krawatte mit silbernen Streifen. Brioni.

Das Höhlenäffchen ist ganz in das Studium einer Tageszeitung vertieft, natürlich Aktienteil. Eine Hälfte de Zeitung hat etwa das Format der Vorderseite einer Zigarettenschachtel.

Unter der Tageszeitung kann ich ein Telefon erkennen.

Rocky registriert mich und faltet daraufhin penibel die Zeitung zusammen.

„Du komms`wegen dem Interview, oder?“

Ich nicke. Ich werde das vertrauliche „Du“ im Interview beibehalten. Der geneigte Leser weiß ja, daß ich meinen Interviewpartner etwas besser kenne.

Ich nicke. „Ganz genau deshalb bin ich hier. Danke, daß Du dich zu einem Interview bereit erklärt hast! Bitte, erzähl doch mal unseren Lesern, was genau hinter dem Burger King Deal steckt.“

Rocky lehnt sich relaxt in seinem Sessel zurück und legt die Fingerspitzen aufeinander.

„Grundsssätssliss handelt es siss natürliss um ein vollkommen üblissess Börsengesäfft.“

Ich nicke um das Höhlenäffchen zum Weiterreden zu animieren.

„Darüber hinauss, ist 3G Capital natürliss`keine normaale Invessstment Firma. 3G ist ein Instrument für unsss Höhlenäffschen. In diesem Falle ging es um eine rein defenssssive Aktion. Wir mussten eine unserer großen Companiesss einen leidigen Konkurrenten vom Halsss saffen.“

Das Telefon auf Rockies Schreibtisch klingelt. Als Klingelton ist „Der Walkürenritt“ eingestellt. Ich muss an Apocalypse Now denken.

Rocky entschuldigt sich kurz und nimmt den Hörer ab.

Anstelle sich formal zu melden, meldet er sich ruppig mit einem Ja?!.

„Füa 7,85?!“, brüllt Rocky plötzlich in den Hörer.

„Isss bin niss die Wohlfahrt! Nie und nimma.“, dann knallt das Höhlenäffchen den Hörer auf die Gabel.

„Tsulldigung, war dringnd`“.

Ich nicke verständnissvoll. Und überlege, wo wir stehen geblieben waren. Genau, die Äffchen Company. Ich spreche Rocky darauf an.

„In diesem Rahmen kann iss ja ganss offn sein. Dabei handelt es siss um McDonalds.“

Ich schaue Rocky irritiert an.

„Sssau dir nur mal das Logo an…“.

„Ein roter Hintergrund und ein gelbes M.“

Rocky nickt. „Gelb, Papa. Goldgelb. Wie Bananas!“

Ich nicke, dass ist fast schon offensichtlich.

„Und dasss M, steht für ein grosssses Geheimniss, dasss iss hia abba nisst lüften werde.“

Ich nicke verständnissvoll. Schließlich gibt es Grenzen. Höhlenäffchen sind eine verschwiegene Gemeinschaft. Das Rocky überhaupt dieses Interview gibt, ist schon verwunderlich genug.

„Der Hauptkonkurrent iss jetzz Gesissste. Unsere Company wird jetz die mässtigste Fastfood Kette der Welt.“, erklärt Rocky.

Ich frage mich, was mit Burger King jetzt passieren wird und stelle Rocky die Frage.

Das Höhlenäffchen wiegt den Kopf und überlegt.

„Weisst Du Papa … Burger King iss ja nissst slesst. In Sukunft werden immer mehr auf Bananas beruhende Produkte bei Burger King eingeführt werden. Außerdem wird in jeda Filliale ein Lieferdiensssst angeboten werden.

Rocky macht eine Pause und fügt dann hinzu: „Wir Höhlenäffchens brauchen eine Kantine, Papa. Lecka gebackene Bananas per Banana-Taxi. Cool, odda?“

Ich nicke. Die Pläne dieser verschworenen Gemeinschaft sind wirklich rätselhaft und manchmal doch so simpel….

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