460 Millionen Euro Steuergelder für Opium(!!)

Juli 25, 2010

Ich liege auf dem Sofa und mir ist irgendwie langweilig. Im Radio läuft das aktuelle Lied von Lady Gaga, daß mich maßlos nervt. Aus Müdigkeit bleibe ich aber liegen und leide weiter unter „Alejandro“.
Währed ich da also liege, fällt mir auf das Mausbär verschwunden ist. Ich war kurz eingenickt und seitdem ist der Bär verschwunden.
Ich lausche. Nichts ist zu hören. Seltsam. Kein Pfotentapsen, kein Schmatzen, keine Musik und kein Gekichere. Ob der Junge wieder auf Beutezug bei den Müllers ist?
„Mausbär?“, rufe ich.
Teresa legt den Bleistift beiseite, mit dem sie bis gerade Sudokus gelöst hatte und schaut mich an.
„Ich glaube, er hat eine Jobidee – nachdem das gestern wieder nicht mit Lotto geklappt hat.“
Dann antwortet auch Mausbär. „Ich kommeeeeeeeeeeee!“
Dann erscheint der Bär auch schon in der Wohnzimmertür. Ich brauche etwas Zeit um den Eindruck zu verkraften.
Aus der Bastelpappe meiner Frau hat sich Mausbär eine Art weißgoldenen Hut gebastelt, der nach oben hin spitz zuläuft. Dann hat er mein ältestes Sweatshirt übergezogen, daß an ihm herunterhängt, es ist weiß. Darüber trägt er ein enges, rotes Muskelshirt. Ich frage mich gerade wo er das wohl her hat, da sehe ich, daß er sowohl auf Hut und Muskelshirt ein goldenes Kreuz gemalt hat. In der rechten Hand hält er einen Besenstiel, an dessen Ende er mit Alufolie eine spiralförmige Endung angebracht hat. Der Besenstiel erinnert mich an etwas, dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
Mausbär hat sich ein Bischofs Outfit zugelegt.
„Na, Papa! Wie gefällt Dir meine neue Berufskleidung? Voll cool,oder?“
Ich nicke. Das Outfit ist ihm auffallend gut gelungen.
In diesem Moment kommt Happy an Mausbär vorbei ins Wohnzimmer gehoppelt.
„Isss hab`Mausi beim Bassssteln geholfen!“
Jetzt wird mir einiges klar. Der grobmotorische Bär wäre zu so schöner Bastelarbeit alleine nicht fähig gewesen.
„Okay, sieht gut aus. Aber was soll das?“, frage ich.
Mausbär kichert. „Ich hab`voll die gute Idee! Ich werde Bischof und mach den Job dann so ganz lässig. Und dann mache ich etwas zu viel Lebemannstyle und lasse mich rauswerfen. Ich könnte z.B. Dance Dance Revolution in Gottesdienste einbauen lassen. Nur wer eine Stage schafft, bekommt ne`Hostie!“
Ich muss lachen. Die Idee ist wirklich gut.
„Und dann, wenn sie mich rausgeschmissen habe, dann zahlt mir der deutsche Staat um die 8000 Euros Dotationen. Das sind viele 5 Euros, oder?“, erklärt Mausbär.
„Sonst verdient man als Mixer jdenfalls weniger!“, sagt Teresa und lächelt ihr rätselhaftes Lächeln.
„Iss hab` davon im Internet gehört. Diese Vereine bekommen im Jahr gute 460 Millionen. Was tun die damit eigentlich machen?“, sagt Rocky von seinem Strandkörbchen aus.
„Nun, verehrtes Höhlenäffchen … Sie erfüllen damit ihre Aufgabe. Sie beruhigen die Massen und erzählen ihnen, daß sie din diesem Leben schön brav sein müssen – sie wollen ja in den Himmel kommen. Das geht freilich nur, wenn sie dem Prinzip ora et labora folgen: arbeiten und beten. Für die 460 Millionen halten sich dann die Kirchen aus der Politik raus und sind das, was schon Karl Marx über sie gesagt hat: Opium für das Volk.“, sagt Teresa und schlummert genüsslich ein.
„Papa, dassss`iss voll clever!“, staunt Rocky.
Ein ohrenbetäubender Knall ertönt. Mausbär stampft mit dem Besenstiel auf das Parkett.
„Und was ist jetzt mit meiner Karriere? Wo kan ich mich als Bischhof bewerben?!?“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: