Rettet die Höhlenäffchen!

Juni 19, 2010

„Papa! Dass`muss Du ssehen!“, sagt Rocky atemlos.
Ich schaue von meinem Buch auf. Rocky ist vollkommen außer Atem, da er wie besessen sowohl mit Händen, als auch mit Füßen auf der Tastatur meines Notebooks herumgehampelt hat. Er ist eben zu klein um die Tastatur normal zu benutzen.
Auf dem Display des Notebooks sind Höhlenäffchen zu sehen. Viele Höhleäffchen. Zusammengepfercht auf einem Foto, in einer Angebotsbeschreibung bei Ebay. Rocky schluckt.
„Wer kann denn Höhlenäffchens verkaufen wollen?“
Ich schaue das kleine Äffchen an. Er ist traurig.
„Papa! Könntesss` Du miss etwa verkaufen?“
Ich schüttele den Kopf.
„Nein, Rocky. Das könnte ich nicht!“
Kleine Tränchen kullern an seinen Wangen herunter.
„Wie können Mennssen so böse sein?“
Ich gehe zu ihm und lege sanft einen Finger auf seine Schulter. Das Höhlenäffchen dreht sich zu mir und springt mich an, krallt sich am Kragen meines Poloshirts fest und fängt bitterlich an zu weinen.
Den Rest des Nachmittags erbringe ich damit, ihn zu trösten. Koche Bananapüree, Bananakekse und gebackene Banana im Teigmantel. Dann schüttet mir Rocky sein kleines, aber schweres Herz aus. Ich soll mich direkt an Sie, die Leser dieses Blogs wenden.

„Liebe Leser! Geben Sie einem der Höhlenäffchen eine zweite Chance! Nur Unmenschen können diese liebevollen Geschöpfe (nachdem sie sie einmal geschenkt bekamen) einfach so wieder verkaufen wollen! Ersteigern Sie ein Höhlenäffchen und geben Sie ihm ein neues Zuhause.
Erreten Sie eine todtraurige Kreatur aus ihrem Schicksal!

Beachten Sie aber bitte, daß Höhlenäffchen nach der Pubertät KEINE Rudeltiere mehr sind. Ihr Zuhause kann also nur Jagdgrund für ein einziges Höhlenäffchen sein. Selbstverständlich kann aber ihr Arbeitsplatz als Zuhause für ein weiteres Äffchen sein.

Surfen Sie durch Ebay und andere Auktionshäuser und gehen Sie auf Flohmärkte. Machen Sie dem unvorstellbarem Grauen ein Ende! Adoptieren Sie ein Höhlenäffchen!

Können Sie sich eine größere Horrorstory vorstellen als diese: Zuerst leben Sie wie eine Gottheit in einem Kinderzimmer, dann kommt das KInd in die Pubertät und Sie landen im Keller. Wenn das ehemalige Kind (das sie immer noch lieben, obwohl sie das nicht wollen) dann auszieht, nimmt es sie mit … nur um sie zu VERKAUFEN!

Machen Sie diesem Grauen ein Ende! Yes, WE can (anders als Politiker mit öligen Problemen!)!!!!

Soweit der Aufruf von Rocky. Irgendwie musste ich an Horst Köhler, Roman Herzog und Johannes Rau denken. Was machen die JETZT eigentlich? Werden die jetzt bei Ebay versteigert?
Joachim Gauck und Christian Wulff bewerben sich ja gerade für den Posten, der wohl dem eines ausrangierten Kuscheltiers am ehesten kommt: den Job des Bundespräsidenten.
Nur im Gegensatz zu ausrangierten Höhlenäffchen kosten dieser Job den deutschen Steuerzahler unglaublich viel Geld.Für was eigentlich, muß man sich fragen.
Mit dem Geld was dieser „Kuscheltierjob“ kostet, könnte man notleidenden Kuscheltieren verdammt viel Leid ersparen. Und mal ehrlich – wollen wir wirklich wieder einen neuen Bundespräsidenten der uns ab und an irgendwelche Belanglosigkeiten unterbreitet und als automatisierte Unterschriftsmaschine für Gesetzesvorlagen dient? Haben wir von diesen unproduktiven Jobs nicht längst mehr als genug?

Sicher ist: Wir sollten Prioritäten setzen! Und Höhlenäffchen haben bereits viel zu lange gelitten!

Ob Horst Köhler wohl auch ein Äffchen be sich aufnehmen würde? Und weiter: Würde eine Höhlenäffchen bei ihm leben wollen?

Ich weiß es nicht…

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